Verleihung des DRK Ehrenzeichen Teningen

Im Rahmen einer offiziellen Feierstunde wurde Georg Heller vom DRK-Ortsverband Teningen mit dem Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes ausgezeichnet. Dies ist die höchste Auszeichnung, die vom Deutschen Roten Kreuz verliehen wird. Durch die Verleihung des Ehrenzeichens sollen nur hervorragende Verdienste und außergewöhnlicher Einsatz gewürdigt werden. Im Namen des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, Herrn Dr. Seiters, nahm Landrat und Kreisvorsitzender Dr. Volker Watzka am Mittwochabend im DRK-Heim in Anwesenheit von Bürgermeister Hermann Jäger, einigen Gemeinderäten, Vertretern des DRK-Kreisverbandes und zahlreichen Mitgliedern die Ehrung persönlich vor. In seiner Laudatio erinnerte Dr. Watzka nicht nur an die 45 Jahre aktiven Helferdienst, sondern hob insbesondere wie auch Bürgermeister Hermann Jäger die hohe Vorbildfunktion seines Wirkens hervor.

Georg Heller trat 1959 in den DRK-Ortsverein Teningen ein und durchlief fortan alle Ausbildungsgänge. Von der Ersten Hilfe über die Sanitätsausbildung bis zu den Fachdienstlehrgängen Technischer Dienst, Verpflegungsdienst und Wasseraufbereitung. Er setzte sich von Anbeginn mit vollem Engagement für die Belange des Ortsvereines und des DRK ein. So trägt sein Dienstbuch bezeichnender Weise die Nummer 1.

Bereits 1961 war er Ausbildungsleiter und 1963 wurde er zum Bereitschaftsleiter ernannt. Während dieser Zeit hat er in Teningen die Verpflegungstruppe für den Kreis Emmendingen aufgebaut. Unzählige Verpflegungseinsätze auch außerhalb des Kreises wurden von ihm und seinem Trupp stets bestens gemeistert. So wie beim Katholikentag in Freiburg, wo an vier Tagen zwischen 15.000 und 40.000 Mahlzeiten zubereitet werden mussten. Er war 1978 auch verantwortlich für den Bau des jetzigen DRK-Heimes. 1990 wurde er zum Ehrenbereitschaftsleiter ernannt.

Nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger und Beschäftigung im ZPE-Emmendingen wurde er im August 1964 bis zu seiner Pensionierung am 01.08.1989 hauptamtlicher Angestellter des DRK Generalsekretariates. Als Schirrmeister oblag ihm die Aufgabe, das umfangreiche Materiallager für Großschadensfälle des Landes- und Bundesverbandes in Eichstetten bis zu dessen Auflösung zu verwalten. In dieser Tätigkeit nahm er auch an internationalen Hilfsaktionen des DRK teil. 1968 transportierte er Fertighäuser mit dem LKW nach dem damaligen schweren Erdbeben nach Persien, ein Jahr später wurde er von Bonn nach Rumänien zur Trinkwasseraufbereitung geschickt und auch in Skopje/Mazedonien war er nach einem Erdbeben mit Hilfstransporten unterwegs.

Nach seiner Pensionierung widmete er sich vermehrt der ehrenamtlichen Tätigkeit im Ortsverein. Dazu Ortsvereinsvorsitzender Rainer Stellmacher: "Durch seine Arbeit prägte er wesentlich die Zukunft der Ortsgruppe mit. Sein überdurchschnittliches Engagement wirkt bis zum heutigen Tag. Er ist als Freund und aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und umsichtiger Handlungsweise auch als väterlicher Berater aus unserer Mitte nicht mehr weg zu denken".